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Neun neue Van-Gogh-Denkmäler

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Ein Expertenteam hat die Orte in Brabant untersucht, an denen Vincent van Gogh aufwuchs und seine Entwicklung zum Maler durchlief. Als Ergebnis dieser Untersuchung wurden neun neue Orte als Van-Gogh-Denkmal ausgewiesen. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Van-Gogh-Denkmäler in Brabant auf 46. Alle neuen Erkenntnisse und Hintergründe zu den Van-Gogh-Denkmälern sowie deren Bedeutung für das Leben und Werk von Vincent van Gogh werden im „Atlas Van Gogh in Brabant“ veröffentlicht. Dieser wird am 30. März den Nachkommen des Malers vorgestellt und ist ab diesem Datum im niederländischen Buchhandel erhältlich.

In den vergangenen Monaten haben Helewise Berger (Kuratorin am Noordbrabants Museum) und Ron Dirven (Kurator bei Van Gogh Brabant) Nachforschungen zu Orten angestellt, die für das Leben von Vincent van Gogh in Brabant von Bedeutung sind. Dies geschah im Auftrag von Van Gogh Brabant und dem Noordbrabants Museum, die mit der Untersuchung und der Veröffentlichung der Ergebnisse zur Erhaltung der Denkmäler und zur Verbreitung des Kulturerbes des weltberühmten Malers beitragen möchten. Neben Berger und Dirven wirkten auch Teio Meedendorp und Louis van Tilborgh (Van Gogh Museum Amsterdam) an der Untersuchung mit, die eine Fortsetzung einer ersten Bestandsaufnahme aus dem Jahr 2017 darstellte. Damals wurden 39 Standorte als Van-Gogh-Denkmäler ausgewiesen. Zwei davon wurden nun von der Liste gestrichen, da neue Informationen ergaben, dass sich die Gebäude nicht mehr in ihrem ursprünglichen Zustand befanden. Es handelt sich dabei um das Küsterhaus in Etten-Leur und das Rathaus in Zundert.

Familie und Freunde in Helvoirt

In der aktuellen Liste von 46 Denkmälern wird den Orten, die mit der Familie und den Freunden des Malers in Verbindung stehen, größere Bedeutung beigemessen. Sie spielten eine Rolle bei den Lebensentscheidungen, die Van Gogh letztendlich dazu veranlassten, seiner Leidenschaft zu folgen und Maler zu werden. Helewise Berger: „Insbesondere in Helvoirt waren wir überrascht von der faszinierenden Entstehungsgeschichte des Hauses der Tanten von Vincent an der Oude Rijksweg und der freundschaftlichen Verbindung zur protestantischen Adelsfamilie De Jonge van Zwijnsbergen, den Eigentümern von Schloss Zwijnsbergen, wo die Familie Van Gogh regelmäßig Zeit verbrachte. Darüber hinaus werden in Helvoirt das Huize Mariënhof und Jagtlust hinzugefügt.“

Landgüter in Zundert

Ron Dirven: „Auch die Landschaft Brabants war für Van Gogh eine beständige Quelle der Inspiration. In der Umgebung von Zundert, wo der Maler geboren wurde und aufwuchs, haben wir daher auch Landgüter hinsichtlich ihrer Bedeutung für sein Leben und Werk genauer untersucht. So wurden die Landgüter De Moeren, Buisse Heide und Wallsteijn aufgenommen, da Vincent als Kind in dieser Umgebung Spaziergänge unternahm und die Eigentümer eine Verbindung zur reformierten Gemeinde in Zundert hatten.“

Etten-Leur und Nuenen

In Etten-Leur wurde die „Trouwkerkje“ aufgrund der Verbindung Vincents zur Familie von Pfarrer Kam unter Denkmalschutz gestellt. In Nuenen wurden die Tischlerei von Theo de Vries am Berg sowie die Textilfabrik und das Wohnhaus von Louis Begemann in die ohnehin schon beeindruckende Liste des Van-Gogh-Kulturerbes aufgenommen.

Atlas Van Gogh in Brabant

Am 30. März, dem Geburtstag von Vincent van Gogh, wird das erste Exemplar des „Atlas van Gogh in Brabant“ der Familie van Gogh und dem Direktor des Van-Gogh-Museums überreicht. Diese feierliche Veranstaltung findet in Vincents Geburtsort Zundert statt. Der Atlas vereint alte Landkarten, historische Abbildungen, Werke von Van Gogh und neue Fotografien von Karin Borghouts mit Fakten zu den Denkmälern sowie Hintergrundinformationen zum Leben von Vincent van Gogh im Brabant des 19. Jahrhunderts.